Von Belgrad ging die Reise für mich wieder alleine weiter. Mein Companion Töppi, der mich von Budapest aus begleitet hatte, trat nach 10 gemeinsamen Tagen wieder die Rückreise nach Deutschland an. Alleine fiel es mir zunächst etwas schwer, wieder richtig in Tritt zu kommen, da ich mich schon sehr an die Dynamik des gemeinsamen Fahrens gewöhnt hatte. Jedoch blieb mir keine andere Wahl – schließlich wollte die Strecke ja bezwungen werden.

Serbische Prärie

Serbische Prärie

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Jetzt war also wieder die Kunst der Eigenmotivation gefragt…Und nachdem sich Roß und Reiter wieder berappelt und in die Spur zurück gefunden hatten, ging es weiter östlich, Richtung rumänischer Grenze.

Das einsame Roß

Das einsame Roß

Leider schienen sich hier schon die ersten Ausläufer der rumänischen Südkarpaten bemerkbar zu machen, dem insgesamt ca. 1.300 Km langen Hochgebirge in Form einer nach Westen geöffneten Sichel. Da bleibt immer nur die Hoffnung auf Rückenwind…bislang leider vergebens 😦

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Nach 2 Tagen hatte ich dann die serbisch-rumänische Grenze erreicht. Ich war etwas wehmütig Serbien zu verlassen, da mich das Land ungemein beeindruckt hat. Diese einmalige Gastfreundschaft und Warmherzigkeit der Serben sind vor dem Hintergrund, was sich in dem Land in der jüngeren Vergangenheit abgespielt hat, einfach unglaublich.  Zugleich freute ich mich aber natürlich auch sehr auf Rumänien. Obwohl ich natürlich schon mehrfach dort gewesen bin, war es für mich selbstverständlich auch eine Premiere, das Land jetzt mit dem Fahrrad zu erkunden.

Serbischer Grenzposten

Serbischer Grenzposten

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Rumänisches Territorium nach dem Grenzübertritt

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Und meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Schon nach den ersten Kilometer auf rumänischem Boden hatte ich das Gefühl eine Filmlandschaft für den nächsten Herr der Ringe Film zu durchqueren…

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Als es dann auf das Eiserne Tor zuging, eines der imposantesten Taldurchbrüche Europas, kam ich aus dem Staunen kaum noch heraus. Hier zeigt Mother Nature wieder ihre faszinierende Schönheit…Eine imposante Kliff- und Felslandschaft, die einen mehr als ablenkt von den unzähligen Höhenmetern, die diese Gegend unweigerlich mit sich bringt. Einfach der Hammer!

Eisernes Tor
Eisernes Tor

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Die Energie, die von dieser Szenerie ausgeht, trug mich über die Küstenstraße, welche direkt entlang der Donau führt. Eines der bislang schönsten Teilstrecken des Donauradweges, neben der Strecke Passau – Wien.DSC01132______________________________________________________________________

Und am Ende des Tages luden mich rumänische Fischer sogar noch auf ein Barbecue ein. Ich freute mich, meine Rumänisch Kenntnisse wieder zum Einsatz zu bringen, auf ein kühles gemeinsames Bierchen am Lagerfeuer und auf die ordentliche Portion Fleisch – Poftá Buná 🙂

Starke Typen

Starke Typen

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Romanian Grill

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