In Györ entschied ich mich den Donauradweg zu verlassen und einen Schlenker runter zum Balatonsee zu machen – den größten See Mitteleuropas! Wenn man schon mal hier in der Ecke ist, dachte ich mir, und strampelte durch das Bakonygebirge- eine schöne grüne Hügellandschaft in Zentralungarn. Und wie zumeist, wenn ich nicht auf ausgewiesen Radwegen unterwegs bin, war auch dieses Mal die Bergziege in mir gut gefordert. Etliche Höhenmeter durch viele Auf- und Abs ließen meine Waden auf dieser ca. 150 Km langen Strecke ordentlichen pulsieren.

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Jedoch entschädigte die Aussicht am Balaton sowie an verschiedensten Orten auf dem Weg dorthin, wie u.a. in Sümeg, einem kleinen Ort mit historischer Burg, für die Reisestrapazen.

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Am See regenerierte ich mich erst einmal von der bisherigen Strampelei. Das lauwarme Wasser bietet wegen der geringen Wassertiefe leider keine wirkliche Erfrischung, dafür locken jedoch die unzähligen Thermalquellen und Heilbäder sowie die vielen Weinanbaugebiete mit Angeboten zur Entspannung und Muße. Genau das Richtige für die geschundene Radfahrerseele.

Nach diesem „Kurzurlaub“ ging es dann nordöstlich weiter in Richtung Budapest. Und auch auf dieser 2-Tages-Etappe zeigte die ungarische Puszta erneut ihre dunkle Seite. Ein Anstieg nach dem anderen tauchte vor mir auf und meine Pumpe war permanent auf Hochtouren.

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Und je näher ich Budapest kam, desto steiler schienen mir die Anstiege zu werden. Nun war wirklich Ausdauer gefragt. Oder eben Doping 😉

Ich verließ mich auf meine Oberschenkel und versuchte mich fortwährend ausschließlich nur auf den gefahrenen Meter zu konzentrieren. Somit konnte sich Unmut, dass die Strapazen gar kein Ende mehr nehmen, nur selten breit machen.

Als die Schilder nur noch wenige Kilometer nach Budapest anzeigten, war ich heilfroh.

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Jedoch ging es die letzten 2 Kilometer ab Budakeszi nur noch bergauf. Dies war rückblickend definitiv der längste Anstieg, den ich bislang in meiner Radfahrer Karriere gefahren bin und wahrscheinlich nie wieder in meinem Leben vergessen werde.

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Als ich dann endlich in Budapest einrollte, war ich mit den Kräften am Ende, aber direkt beeindruckt von dem Charme der Stadt. Die vielen imposanten Bauwerke sowie verschiedenen Baustile in der Stadt verleihen der Stadt ihren einzigartigen Charakter und machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Ein Gedanke zu “Die ungarische Puszta lässt die Muskeln spielen

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