Nachdem ich nach ca. 800 Km das Ende bzw. den Anfang des Rheinradweges in Schaffhausen erreicht hatte, ging es über den Schwarzwald nach Donaueschingen – der Quelle der Donau. Von dort möchte ich ans Schwarze Meer radeln- so der Plan. In Donaueschingen ist der Verlauf der Donau und damit meine Route für die nächsten Wochen in Stein gemeißelt. Sieht doch gar nicht so weit aus 😉

donauquelle

Lange hatte ich überlegt, wo ich die Überquerung des Schwarzwaldes – zur Quelle nach Donaueschingen – wagen sollte? Der Anblick Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge flößte mir unterwegs immer wieder Respekt ein, so dass ich es großräumig umfuhr.

untewegs

Doch irgendwann war es dann doch soweit. Von Schaffhausen gab es keinen Umweg mehr und nun galt es viele – darunter auch einige wirklich brutale – Anstiege auf ca. 45 Km bei sommerlichen Temperaturen zu erklimmen…

Ich weiß nicht mehr, wie viel Wasser ich dabei in mich reingoss und wieviele Weingummis ich währenddessen verdrückte – um mich vor dem immer wiederkehrenden Entsetzen immer neu auftauchender Anstiege abzulenken -, auf jeden Fall war es die bislang schweißtreibendste Etappe der Tour.

Und bei Anstiegen von fast 20 % hieß es manchmal sogar absteigen und schieben…

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Ein Highlight auf dieser mehrstündigen Bergetappe war zweifelsohne das Treffen eines Franzosen, der locker flockig mit einem Bierchen in praller Sonne seinen Kollegen beim Fussball spielen zuschaute. Er war von meiner Aktion so angetan, dass er mir 50 Euro in Cash als Spende zusteckte und meinte mit einem Augenzwinkern: „Just do not give it to Greece!“ Dies war mehr als nur ein Motivationsschub für mich. Es war ein unglaublicher Vertrauensbeweis, den ich sehr wertschätzte. Merci beaucoup Bertrand!

Triumphierend machte ich abends einen Freudensprung als ich diese Etappe hinter mich gebracht hatte. Es war ein fantastisches Gefühl, die dunklen Mächte des Schwarzwaldes bezwungen zu haben und endlich auf dem Donauradweg unterwegs zu sein.

aufm Baumstamm

Von dort aus ging es die nächsten Tage – wieder relativ entspannt – über das beschauliche Sigmaringen mit imposanten Schloss…

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und einem dreitägigen Zwischenstopp bei meiner Tante Regina im schwäbischen Biberach,

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Ingolstadt und Regensburg, wo ich mich beim Anblick des Doms direkt heimisch fühlte 😉

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weiter über Straubing ab nach Passau, der Grenzstadt zu Österreich, wo am 3-Flüsse-Eck die Donau mit der Inn und der Ilz zusammenfließt.

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Und zur Feier des Tages gibt´s erstmal ´ne ordentliche Brotzeit 🙂

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2 Gedanken zu “Von der Donauquelle ab nach Passau…

  1. Eindrucksvoll – den Black Forest – durchquert, die Tante beglückt und meditiert am Wasser, eine Reise voller kleinerer und größerer bedeutender Momente – zu Gunsten der Menschlichkeit.
    Wann kommt denn bloß die schöne Gittarre zum Einsatz? Wir sind schon ganz gespannt auf den ersten Song.
    Fröhliches Radfahren weiterhin ☀️

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