Das Abenteuer beginnt…

Endlich – nach Wochen der Vorbereitung ging es heute um kurz nach 17 Uhr los! Nachdem auch die letzten Formalitäten erledigt waren – ein derartiger Ausstieg ist leider auch bürokratischer Aufwand – , stieg ich heute Nachmittag bei stolzen 36 Grad in der Usingerstraße in Köln Humboldt aufs vollgepackte Fahrrad.

Man o man – was waren das heute für hochsommerliche Temperaturen. Schon vor Reisestart versuchte mich der Sonnengott also in die Knie zu zwingen. Vielleicht noch lieber etwas warten, flüsterte mein Schweinehund mir ins Ohr, und doch eher ins Freibad?

Nein, sagte ich mir, irgendwann muss die Reise ja losgehen…Also, ab auf´s Rad und aff jeht et!

Am Tag zuvor hatte ich mir für den Transport meines Gepäcks noch einen Anhänger besorgt. Denn vor allem auf Gitarre wollte ich nicht verzichten…Was für ein Gefühl letztlich mit ca. 40 Kg am Rad, Rücken und Anhänger bei brütender Hitze über den Asphalt zu eiern. So hat es sich auf den ersten Metern wirklich angefühlt. Es war als würde ich einen überfüllten Laster die Rheinuferstraße entlang manövrieren. Ein ganz anderes Gefühl als, wie sonst, ohne jedes Gepäck durch die Straßen zu fetzen. Und schon nach den ersten hundert Metern erlebte ich meine erste Schrecksekunde – eine Fast-Kollision mit einem Linksabbieger Bus. Eieieiei – Schwein gehabt, schoss es mir durch den Kopf. Aufpassen Junge, dachte ich mir, und war fortan konzentriert bei der Sache.

Nach den erste Kilometern meldete sich dann der innere Schweinehund zu Wort: O man – was hast Du dir da vorgenommen? Ob du das so bis ans Schwarze Meer schaffst? Puhhhh…Einmal tief in die Backen blasen, ein Schluck aus der Trinkflasche und einfach konzentriert weiter. Ich dachte nur, gut, dass ich vorher keine Probefahrt bei voller Ladung gemacht habe. Denn dann hätte ich schnell festgestellt, dass dies eine wirklich wahnsinnig krasse körperliche und auch mentale Herausforderung ist – wahrscheinlich die größte in meinem bisherigen Leben! Aber jetzt gibt es kein zurück mehr. Jetzt heißt es nur die Strecke, die vor mir liegt, und ich.  Leider ist diese Rechnung bei der aller ersten Etappe ziemlich aussichtslos 😦

Deshalb habe ich mich schnell einfach auf mein erstes Ziel fokussiert: Bonn – ca. 40 Km südlich von Köln. Nach ca. drei Stunden hatte ich Bonn erreicht.  Eine schöne, aber auch sehr anstrengende erste Etappe, die mir direkt vor Augen geführt hat, dass die Tour kein Kinderspiel wird. Aber wie sagte schon der große Dichter und Denker Stromberg: das Leben ist kein Ponyhof 😉

Die erste Nacht verbringe ich noch in festen Gemäuern bei meinen Kumpel Clemens. Bei Ankunft gibt’s einen wohlverdienten Eiscafe und danach eine leckere Pasta – denn der Speicher an Kohlehydraten sollte auf so einer Tour immer gut befüllt sein…

In diesem Sinne – Guten Hunger!

SAMSUNG

 

 

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2 Gedanken zu “Das Abenteuer beginnt…

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